Hardy, 03.01.2005 - 26.10.2015, übernommen vom Tierschutzverein Berner Sennenhunde in Not.
Besonderheiten:
Hardy schnarcht unglaublich laut, wälzt sich für sein Leben gerne auf dem Rasen, mag gerne BARF gefüttert werden, trinkt am liebsten aus dem Teich oder dem Wasserhahn, hat absolut keinen Jagdtrieb, ist ein oberkuscheliger Rüde, ist nett zu allen Menschen und Tieren, trägt gerne etwas durch die Gegend
21.02.2009, Hardy kommt als Pflegehund in unsere Familie.
09.03.2009, Hardy wird kastriert, die OP verläuft optimal.
11.03.2009, Wir denken ersthaft darüber nach ihn fest in unser Rudel zu übernehmen.
12.03.2009, Wir bewerben uns ganz offiziell um ihn.
13.03.2009, Wir bekommen die Zusage, dass er bei uns bleiben darf
19.03.2009, Hardy ist jetzt 4 Wochen bei uns und es ist, als wäre er schon immer hier
01.05.2009, Hardy ist ein wahrer Schatz auf 4 Pfoten. Wir können uns schon gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne ihn hier war. Was für ein Glück, dass er uns gefunden hat!!
06.06.2009, Hardy nimmt den Einzug von unserem neuen Pflegi sehr gelassen hin.
10.07.2009, Hardy vermisst den Pflegi am meisten, obwohl er ihn ständig kontrollieren musste, damit er nicht zu viel Kontakt zu den Mädels hat, haben die beiden doch viel gespielt
Dez. 2009, Hardy hat sich bei Aimee mit Zwingerhusten angesteckt.
5 Jahre/48 kgSommer 2010, Hardy kann schwimmen wie ein Otter und wenn sein Dad mit im Wasser ist meint er, er müsse ihn immer vorm ertrinken retten. Sooo lustig!!
05.10.2010, Hardy hat sich eine vordere Wolfskralle völlig geschrottet. Zum Glück konnten wir sie so weit kürzen, dass sie von selber ausheilen konnte.
Ende 2010, fast 6 Jahre/50 kg#
2011, Hardy war das ganze Jahr gesund und munter
fast 7 Jahre/48 kgFebr. 2015, Hardy steht schon länger unter Dauerkontrolle sozusagen. Wir haben Anfang 2014 einen Tumor am/hinter dem Auge festgestellt, der eine Zeit lang sehr schnell gewachsen ist. Da sich das Gebilde steinhart anfühlt und wir bei einer Biopsie zu keinem Ergebnis gekommen sind wissen wir leider nicht genau was es ist. Was, es auch ist, es hat den Knochen bereits deutlich aufgetrieben. Da es sich hier um eine Stelle handelt, wo wir unsere Hunde nicht operieren lassen (in Hardy's Fall müsste man vermutlich weite Teile vom Schädel wegsägen) harren wir der Dinge die da kommen. Er hat ganz sicher keine Schmerzen und trägt sein Schicksal - wie alle Tiere - mit großer Fassung. Herbst und Winter konnten wir keine Umfangsvermehrung feststellen aber seit einiger Zeit wächst der Tumor wieder. Da wir nicht entfernt abschätzen können wie sich das Ganze nach innen ausbildet hoffen wir, dass das Wachstum wieder zum Stillstand kommt, damit der Bub noch lange bei uns bleiben kann. Insgesamt ist Hardy ein richtiger Opi geworden mit allem drum und dran. Er ist ganz weiß im Gesicht, sein Gangapparat knackt und knarzt als würden sich Balken biegen. Er macht oft den Eindruck als wäre er dement, aber er ist sooooooooooo dolle süß dabei. Man kann wirklich sagen, dass er hier bei uns in Würde gealtert ist und er ist jetzt in diesem Stadium noch außergewöhnlicher als er es sonst war und das soll was heißen, denn er war immer in allem so ganz anders als alle anderen :-). Wir wünschen uns sehr, dass er noch ganz viel Zeit hier bei uns hat!!
August 2015, Da der Bub immer schlechter laufen kann bin ich mit ihm zur Spezialistin gefahren um checken zu lassen was wir noch für Optionen haben ihm das Leben angenehmer zu machen. Er hat eine Neuraltherapie bekommen, die aber leider nicht angeschlagen hat. Somit bleiben wir weiter bei Rimadyl und Dexboron und hoffen, dass es noch laaaaaange gut geht!
10 1/2 Jahre/47 kg08.09.2015, Hier gibt es leider traurige Nachrichten. Das Auge von Hardy wird immer mehr von Tumor überlagert, er kann das Lid kaum noch öffnen. Wir hoffen sehr, dass das Auge nicht gequetscht wird! Schmerzen hat er am Kopf nach wie vor nicht. Da es endlich kühler ist fahren wir öfter in Gebiete wo wir nur selten laufen, das gibt ihm Auftrieb und er hat Spaß unterwegs.
26.10.2015, Die letzten Wochen hat sich immer mehr abgezeichnet, dass der Tumor anfängt den Gangapparat zu beeinträchtigen. Der Tumor saß links und Hardy hatte immer öfter Probleme seine rechte Seite zu koordinieren. Mal war es hinten schlechter, mal vorne. Unsere Runden wurden immer kürzer, aber sie waren nach wie vor sehr wichtig für ihn. Auch Einkäufe mit reintragen war super wichtig für ihn. Überhaupt war er unglaublich gelassen bei allem was so passiert ist mit ihm. Ich bin mir sicher, dass er selber seine Veränderungen auch gemerkt hat, aber Hunde machen einfach immer weiter als wenn nix wäre... was bleibt ihnen auch? Am letzten Oktoberwochenende war ich auf einem Seminar, und ich bin schon mit sehr gemischten Gefühlen losgefahren. Als ich dann am 25.10. abends wieder Zuhause angekommen bin hatte ich mich gefreut, dass er mir bissi entgegen gelaufen ist. Es sah so aus als wäre noch alles soweit im grünen Bereich. Als wir dann am 26.10. in der Früh aufgestanden sind war aber schon klar... Er hat nur auf mich gewartet. Er konnte sich nicht mehr koordinieren, konnte nicht mehr alleine aufstehen, nicht mehr alleine laufen und er hatte offensichtlich Schmerzen, und das Schlimmste er hatte auch Angst, das konnte ich ihm ansehen. Somit haben wir unseren geliebten Buben am 26.10.2015 über die Regenbogenbrücke geholfen. Auch wenn Mensch oder Tier noch so lange mit Tumoren leben kann, irgendwann rauben sie einem einfach den letzten Funken Kraft.
Wir sind unendlich traurig das unser toller Wauz den Mädels nun folgen musste.Mein lieber Hatti, du warst so ein Guter!! Du hast mir das Gefühl zurück gegeben, dass ich sehr wohl mit Rüden zurecht komme, du hast mir sehr viel über euch Wauzis beigebracht und du warst immer an meiner Seite. Ich danke dir für viele Jahre bedingungslose Liebe und Treue. Du wirst immer in meinem Herzen sein!!
Dies ist die Geschichte von Hardy, dem liebsten, schönsten und klügsten Hund der Welt:
Hardy ist am 21.02.2009 bei uns eingezogen. Wir hatten uns bei einer Tierschutzorganisation als Pflegefamilie beworben, und er war unser erster Pflegi. Eigentlich hatten wir ganz fest vor, nicht schwach zu werden und ihn auf jeden Fall, nach Erstellung eines Profiles, in eine entsprechend passende Familie zu vermitteln. Aber wie das manachmal so ist im Leben... Es kam anders...
Er ist über eine Fahrkette zu uns gekommen. Er war sehr verunsichert und wußte nicht recht wie ihm geschieht. Wir haben ihn ca. 100 km von Zuhause übernommen und sind irgendwo am Waldrand noch einmal stehen geblieben, damit unser Rudel zu ihm auf neutralem Boden Kontakt aufnehmen kann. Dieser erste Kontakt verlief völlig problemlos. Hardy war aufgeregt und hatte ein wenig Angst, dass wir ihn irgendwo alleine lassen, aber unsere Mädels haben ihn nett aufgenommen, und ich denke, da wir alle sehr entspannt waren, hat ihm dies auch Sicherheit gegeben.
Zuhause angekommen, ist er ganz selbstverständlich mit ins Haus marschiert. Er war die ersten Tage gar nicht wirklich bei uns, so traurig war er, aber er war immer freundlich und nett. Gefressen hat er nur sehr sehr wenig bis gar nichts, und es hat ein Weilchen gedauert, bis ich rausgefunden habe was er gerne mag, aber dann ging alles von ganz alleine. Die ersten Tage wollte er von uns nicht wirklich etwas wissen. Am 3. Tag musste ich mit ihm zum Tierarzt, und da ist das Eis gebrochen. Auch wenn er nicht wirklich Angst hatte, so hat er sich doch an mir orientiert, und er hat sich an mich gedrückt und sich den Pelz richtig durchkneten lassen. Er war super brav beim Tierarzt, und von da an hat er ganz viele Streicheleinheiten eingefordert. Allerdings hatte er aber auch nach wie vor viele Momente, wo er sich zurückgezogen hat. Er war doch sehr traurig, dass er sein Zuhause verloren hatte, ABER er hat sich auch sehr über das neue Rudel gefreut, DAS konnte man deutlich sehen.
Die Mädels mochten ihn von Anfang an gerne leiden. Tyla war zwar die ersten Tage sehr eifersüchtig, aber das hat sich schnell gelegt. Danach buhlten Aimee und Tyla um seine Aufmerksamkeit. Jede wollte mit ihm spielen, und er hat das sehr genossen. Auch wenn Kenya nicht mehr mit ihm spielen wollte, man konnte deutlich sehen, wie sehr sie sich zu ihm hingezogen fühlte. Sie suchte vor allem abends seine Nähe. Dies war sehr süß anzusehen, und er mochte gerne, wenn sie sich zu ihm gelegt hat. Wie romantisch...
Nachdem er zwei Wochen bei uns war, war es schon fast so, als wäre er immer hier gewesen. Ich konnte mit allen 4 Hunden gleichzeitig laufen, da er super brav an der Leine war. Er hat sich gegenüber den Mädels immer artig benommen und auch mit Rüden hatte er keine Probleme. Er war super kuschelig, und er ist genau so erzogen, wie auch unsere Hunde erzogen sind. Es war wirklich ganz erstaunlich wie homogen dieses Rudel unterwegs war. Er tat Kenya unglaublich gut, und dies war besonders schön für uns zu sehen.
Es gab also eigentlich nur Argumente DAFÜR ihn zu behalten. Das einzige Argument was dagegen gesprochen hatte war, dass wir jetzt erst einmal für eine Weile als Pflegefamilie ausfallen, was natürlich sehr sehr schade ist. Und das wir nicht sicher sind, ob er hier im Haus einen anderen Rüden akzeptieren würde. Denn wir hatten ja ganz fest vor, hier eine Pflegestelle für Rüden dauerhaft einzurichten. Und nur weil er "in freier Wildbahn" mit anderen Rüden klar kam, heißt das nicht, das er diese auch hier in seinem Harem akzeptiert. Aber dieses Risiko haben wir in Kauf genommen. Wir haben mit unserer Trainerin diese Situation erarbeiten und hofften, dass Hardy auch in diesem Punkt mit uns an einem Strang zieht.
Er ist eine ganz besondere Seele von Hund, und ich kann nicht wirklich verstehen, wie man sich von so einer süßen Fellnase freiwillig trennen kann. WIR konnten es jedenfalls nicht. Bereits nach 4 Wochen gehörte er so fest in unsere Familie wie die 3 Mädels auch. Wir konnten ihn unterwegs ohne Leine laufen lassen, er bleibt immer in unserer Nähe und war super brav. Er hatte absolut keinen Jagdtrieb und kam immer auf Zuruf sofort zu uns. Er war einfach ein riesengroßer, oberlieber Berner-Bär, und wir hofften, dass wir mit ihm zusammen noch ganz viele schöne Jahre erleben werden.
Hardy hatte sich immer mehr in unsere Familie und in unser Rudel eingelebt. Wir waren alle so glücklich und zufrieden miteinander wie es besser kaum möglich ist. Da unser Tranining in Bezug auf die Duldung eines weiteren Rüden hier im Haus super verlaufen war, hatten wir uns Anfang Juni entschlossen, wieder einen Pflegi aufzunehmen. Viele hielten uns wahrscheinlich für völlig durchgeknallt, aber wer unser damaliges Rudel einmal live erlebt hat, der kann sicher verstehen, dass auch ein fünfter Hund kein Zauberwerk bedeutete. Wir vertrauten unseren Hunden und diese vertrauten uns und ganz besonders ausgeprägt war dieses zwischen Hardy und uns. Erstaunlich, wo er doch eigentlich den Menschen als nicht besonders verlässlich erlebt hatte.
Als dann am 10.06.2009 der Pflegi-Rüde bei uns eingezogen ist, war es super spannend hier bei uns. Hardy hat ihn nett aufgenommen, aber er hatte doch irgendwie auch Stress, weil er nicht wollte, dass der Pflegi mit unseren Mädels spielt. Da ist er immer sofort dazwischen gegangen und hat sie getrennt. Es ist sicherlich auch dem Pflegi zu verdanken, dass die beiden so harmonisch hier zusammen gelebt haben. Hardy hat den Pflegi wirklich ständig herausgefordert. Aber dieser hat sich da gar nicht von beeindrucken lassen. Im Gegenteil es ist eine Art Ritual zwischen den beiden geworden. Und nach einer Weile sah es für mich ganz klar so aus, als wären sie sich einig und hätten auch Spaß daran. Als der Pflegi dann in seine eigene Familie umgezogen ist, hat Hardy tatsächlich ein wenig getrauert. Mehr als die Mädels.
Wir sind schon sehr gespannt wie er auf den nächsten Pflegi reagiert. Bei dem ersten war ihm ja nicht klar, dass dieser wieder geht und er bleiben darf. Beim nächsten Mal wird das vielleicht anders sein. Davon können wir bald berichten, denn morgen zieht ein neuer Pflegi bei uns ein. Auch für Hardy beginnt dann wieder eine aufregende Zeit.
(Stand 24.07.2009)
Heute, (03.01.2010) hat Hardy Geburtstag. Dies ist eine gute Gelegenheit, ein wenig unser Zusammensein zu reflektieren. Nach wie vor ist er ein ganz wunderbarer Rüde für uns. Er hat sich immer mehr ins Rudel eingefügt, und er ist ein liebevoller Gefährte. Noch nie habe ich einen Hund gesehen, der so viele Grimassen schneiden kann wie Hardy. Sein Gesicht kann wahrlich Bände sprechen. Er hat eine sehr enge Bindung zu uns, und wenn wir auf Treffen sind, würde er uns niemals aus den Augen lassen. Er ist allen Lebewesen gegenüber sehr sozial und hat absout keinen Jagdtrieb, was ihm sehr viel Freiheiten einbringt. Auch bei Hundebegegnungen kann ich ihn IMMER unangeleint neben mir herlaufen lassen. Ein einfaches "Nein" reicht und er folgt mir, statt den anderen Hund begrüßen zu gehen. DAS ist ein absoluter Traum!!! Er ist sehr verschmust und braucht viel Aufmerksamkeit und Körperkontakt. Allerdings muss man ihn auch ignorieren und "parken" können, ansonsten kann er schon mal vergessen, dass wir die Ansagen hier machen :-). Vor allem wenn es ums Essen geht kann er da schon sehr aufdringlich bis unverschämt werden. Futterneidisch anderen Hunden gegenüber ist er allerdings absolut nicht, das ist super.
Alles in allem ist er ein absoluter Traumhund, und es ist sehr schade, dass wir die ersten 4 Jahre seines Lebens verpasst haben. Auch mit Asja versteht er sich ganz wunderbar. Sie mag ihn sehr und versucht ihn oft zum spielen zu animieren. Ab und an tut er ihr den Gefallen.
Auch Hardy hatte unter dem Zwingerhusten zu leiden, allerdings nicht ganz so schlimm wie Tyla. Ansonsten war er die Zeit bei uns immer gesund und munter, und wir hoffen, dass dies auch in diesem Jahr so bleibt!!
Schon wieder ist ein Jahr vergangen.... wo bleibt bloß die Zeit??
Hardy ist immer mehr bei uns angekommen und passt einfach ganz wunderbar zu uns. Er ist IMMER die Ruhe selber und wir können uns IMMER auf ihn verlassen. Ich denke, er genießt sein Leben hier mit seinen Mädels sehr. Er ist sehr ausgeglichen und hat super viel Spaß, wenn wir alle zusammen unterwegs sind. Super gerne mag er auch Extratouren mit seinem "Dad". Dann wird er noch ein wenig größer als er eh schon ist *lach.
Er hat ein sehr gesundes Jahr hinter sich. Bis auf den Abriss einer Wolfskralle, war er immer fit wie ein Turnschuh. Er hat die Ein- und Auszüge von den Pflegis super mitgemacht und war mir auch immer eine Hilfe, wenn es darum ging, diese ein wenig besser zu lenken. Auch wenn er seine Mädels total toll findet, blüht er immer so richtig auf, wenn wir auf Pfotentreffen sind, wo er es auch mal mit anderen Rüden ordentlich krachen lassen kann. Er ist so sozial, dass wir absolut keine Bedenken haben müssen, dass das aus dem Ruder laufen könnte, aber Rüden untereinander sind doch irgendwie anders. Sie sind schon mal gerne laut und derb und dann hat er richtig Spaß, weil ich ihn nicht daran erinnern muss, das er nicht so dolle sein soll. Mit den Mädels habe ich immer ein wenig mehr Bedenken, da die Mädels nicht ganz so starke Knochen haben wie er *lach.
Wir sind nach wie vor sehr froh, dass wir ihn damals übernommen haben. So einen besonderen Hund findet man nicht alle Tage, und wir hoffen, dass er noch lange gesund und munter mit uns durchs Leben streifen kann. Ich hoffe, dass nächstes Jahr mein Wunsch nach einem netten Rüdenpflegi in Erfüllung geht, damit er auch einmal wieder eine längere Zeit mit einem Kumpel an der Seite Spaß haben kann.
Den Einzug von Raya hat er super mitgemacht. Er hat sie zusammen mit meinem Mann abgeholt und war wie immer souverän und gelassen. Auch hier zu Hause nimmt er sich sehr zurück und lässt die Lütte gewähren. Seine ruhige Art animiert die Kleine oft dazu sich zu ihm zu legen, und er nimmt das sehr gelassen und lässt es zu. Das ist wirklich super schön!
Eigentlich freue ich mich jeden Tag wie Bolle über dieses liebenswerte, homogene Rudel. Wer hat schon so viele Hunde um sich, die völlig entspannt miteinander leben können. Ich empfinde es als Geschenk!
(Stand 31.12.2010)
Ganz bald ist unser Hardy schon 3 Jahre bei uns. Wirklich verrückt wie die Zeit dahin rennt. Nach wie vor ist er hier everybodys Darling. Er ist gesund und robust und hat immer gute Laune. Er macht nach wie vor die lustigsten Grimassen, die ein Hund machen kann, und er ist einfach immer artig und brav. Das letzte Jahr hatten wir sehr viel mit Raya zu tun, viel mehr als wir geplant hatten, somit konnten wir ihm leider keinen Rüdenkumpel an die Seite stellen. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Auch für nächstes Jahr nehmen wir uns vor, wieder mal einen Rüdenpflegi aufzunehmen. Hardy würde dies sicherlich freuen. Gerade gestern waren wir mit Freunden unterwegs, die auch einen Bernerrüden haben. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr er die Gesellschaft von anderen Rüden mag und genießt. Mir geht immer das Herz auf, wenn die Jungs nach so einem Tag Rücken an Rücken liegen und ein Päuschen machen.
Bei der Arbeit mit anderen Hunden ist Hardy für mich immer wieder eine große Hilfe. Da er diesen Job sehr ernst nimmt und immer alles richtig machen möchte, darf ich ihn nur sehr selten einsetzen, weil er schon bissi Stress hat dabei, aber wenn er dann zum Zug kommt, ist es total toll zu sehen, wie extrem gut sozialisiert er ist und wie klar er die Hundesprache spricht. Egal ob freche Jungrüden oder ängstliche Hunde, die keine guten Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht haben, er begenet ihnen allen mit sehr viel Ruhe, und ich kann mich immer auf ihn verlassen. Er weiß intuitiv, was richtig ist, und er macht das super! Allerdings verlässt auch er sich in solchen Situationen blind auf mich, und diese nonverbale Kommunikation zwischen uns, wo ein Blick reicht, das ist ganz wunderbar und sehr außergewöhnlich.
Natürlich hat alles immer zwei Seiten, und auch Hardy hat einen "Pferdefuss". Ich würde ihn als "lernschwach" bezeichnen. Er hat zwei Jahre gebraucht um "Pfötchen geben" zu lernen, und auch sonst braucht er immer ewig viele Wiederholungen, bis er simpelste Dinge gelernt hat. Aber so ist das im Leben, nichts ist vollkommen. Das macht aber auch nichts, denn diese Eigenart macht ihn nur noch sympathischer, und wir lieben ihn so wie er ist.
Nun wird unser Großer schon bald 7 Jahre alt. Erste graue Härchen sind an der Nase nicht mehr zu übersehen. Wir hoffen, dass er noch lange gesund und munter bei uns sein darf!
(Stand 27.12.2011)
4 weitere Jahre sind nun fast vergangen... eine laaaange Zeit in einem Hundeleben. Der süße Hardy-Bär sieht mittlerweile aus als wäre er ausgeblichen. Seine schwarze Decke bekommt einen Rotstich, der Brand wird immer heller und um die Nase ist er nun ganz grau, ebenso wie die Flecken über den Augen. Es steht ihm sehr gut und man kann wirklich sagen, dass er in Würde gealtert ist.
Die letzten 4 Jahre waren für uns alle sehr aufregend. Auch Hardy durfte oft mit zu Seminaren und Veranstaltungen, was er sehr gerne gemacht hat. Überhaupt ist er ja einer, der am liebsten immer mittendrin statt nur dabei ist, und somit fühlt er sich auch immer sofort und überall wohl, was es sehr einfach macht ihn "mitzuschleppen" :-). Das Highlight war dann, dass er mit mir den praktischen Teil meiner Trainerprüfung zusammen abgelegt hat. Was für ein gutes Bärchen... Er war so cool und es hat ganz viel Spaß gemacht die Prüfung mit ihm abzulegen. Ich bin sehr stolz auf ihn, dass wirklich immer immer immer Verlass auf diesen tollen Buben ist :-)!!
Im Training habe ich ihn nur sehr wenig eingesetzt, aber wenn, dann war es immer eine große Freude ihn in Aktion zu sehen. Das Beste was wir gemeinsam gemacht haben ist mit einer Familie zu arbeiten, die selber Angst vor Hunden hat. Mit seiner zurückhaltenden und lieben Art hat er sie alle um die Pfoten gewickelt, und es war sogar möglich am Ende des Trainings mit den Menschen in eine Hundebegegnung zu gehen. Ganz großes Kino!
Unseren Umzug letztes Jahr auf den tollen Hof hat er super locker mitgemacht. Wir hatten erst ein wenig Bedenken, weil man "alte Bäume" ja nicht mehr so wirklich verpflanzen soll, aber ich glaube ihm ist wirklich völlig wurscht wo wir leben, Hauptsache er ist bei uns und dann ist für ihn seine Welt in Ordnung. Was auch immer wir hier werkeln und basteln, er liegt bei uns und guckt zu ob wir das alles auch richtig machen :-).
Gesundheitlich trägt er mittlerweile zwei dicke Pakete mit sich rum :-(. Seit Anfang 2014 treibt irgendetwas seinen Knochen über dem linken Auge auf. Direkt haben wir an einen Knochentumor gedacht. Eine Biopsie blieb ergebnislos und ein vernünftiges Röntgenbild war nicht möglich, weil wir es nicht geschafft haben ihn dafür entsprechend zu lagern, somit wissen wir es nicht sicher, aber eine Alternative ist uns und dem Doc dazu nicht eingefallen. Am Anfang ist es eher wenig und in Schüben gewachsen, zur Zeit haben wir den Eindruck, dass es stetig größer wird. Das halbe Auge ist schon verdeckt und wir vermuten, dass er mit dem linken Auge höchstens noch Schatten sehen kann.
Die zweite Baustelle ist sein Gangapparat. Leider sieht sein Gangbild sehr schlecht aus. Er steht unglaublich eng, macht nur noch kleine Schritte, von seinem super schönen, raumgreifenden, federnden Gang ist leider nichts mehr übrig :-(, und er kann seine Rute nicht mehr wirklich tragen. Das tut uns sehr sehr leid den Verfall so mit anzusehen, aber auch hier können wir nicht viel machen. Physio oder Akkupunktur scheiden leider aus wegen dem Tumorgeschehen am Auge (alle Meridiane enden am Auge und wir würden somit vermutlich das Tumorwachstum stark beschleunigen was ja auch nicht helfen würde). Wir haben noch mal eine Neuraltherapie versucht, was ihm leider nicht geholfen hat :-(. Somit bleiben wir bei der Schmerztherapie über Tabletten und Nahrungsergänzung und hoffen, dass es noch lange gut geht. Unsere Spaziergänge sind wegen der irren Hitze zur Zeit recht kurz, die schafft er noch locker. Ich denke, wenn es jetzt zum Herbst hin kühler wird und wir wieder mehr in unbekannten Gebieten laufen, dass er dann auch noch mal ein wenig an Tritt zulegen wird, was super wäre, damit die noch vorhandenen Muskeln erhalten bleiben.
Ansonsten ist der liebe Bub ein Berner Opi wie man sich ihn wünscht und auch vorstellt. Ein Bärchen, so gutmütig wie ein Wauz nur sein kann, aber auch ein wenig “schrullig". Wenn er was will, dann will er das und dann geht er einem so lange auf den Keks bis er bekommt was er möchte (mit 10 1/2 hat ein Berner schon bissl Narrenfreiheit bei uns). Wir amüsieren uns da sehr drüber! Ab und an haben wir auch den Eindruck, dass er ein wenig dement wird. Wenn wir abends im Dunkeln noch einmal durch den Garten laufen, dann muss ich mit der Taschenlampe mit, sonst kann es sein, dass er nicht zur Haustür zurückfindet. Kuscheln und kraulen ist ihm das Allerallerliebste. Er könnte den ganzen Tag mit mir zusammen auf dem Sofa liegen und sich den Pelz wuscheln lassen. Davon kann er nie genug bekommen.
Was sich noch verändert hat ist, dass er nicht mehr ganz so gesellig ist. Wenn Freunde mit ihren Wauzis kommen ist das völlig o.k. Auch wenn wir unterwegs mal Hunde treffen mag er das nach wie vor sehr gerne, aber größere Hundetreffen die findet er nicht mehr so klasse. Da konnte er ja früher nicht genug von bekommen, heute macht es ihm doch bissl Stress. Das macht aber auch gar nichts und das braucht er alles auch nicht. Wir stellen uns hier ja immer darauf ein, was unsere Hunde uns so "sagen" und zeigen und somit hat er nun ab und an mal einen freien Nachmittag wenn irgendwo ein größerer Hundetreff ist. Sooooo oft im Jahr kommt es eh nicht vor :-).
Wir hoffen nun sehr, dass unser süßer Bär noch eine Weile bei uns bleiben mag/darf. Die Zeit aus dem Sommer raus ist immer schwierig für alte, bissi kranke Hunde. Falko und Kenya sind beide im September von uns gegangen, und ich denke da natürlich gerade öfter dran und hoffe, dass es Hardy nicht auch so ergeht.
Er ist einfach ein Traumrüde, und wir wollen alle unbedingt gemeinsam einen tollen Herbst und anschließend Winter mit gaaaaanz viel Schnee zusammen verleben!!
Stand 31.08.2015
Leider muss ich Hardy's letztes Kapitel bei 12 Grad und Sonnenschein schreiben (obwohl es Anfang Dezember ist) und nicht wie gehofft nach einen schönen schneereichen Winter. Unser süßer Bär hat den September noch sehr mit uns zusammen genossen. Endlich war es nicht mehr so dolle warm und somit sind wir ganz viel mit ihm unterwegs gewesen. Wenn wir außerhalb der täglichen Normalorunde gelaufen sind, hat das den Hunden immer sehr viel Auftrieb gegeben, so auch bei Hardy und somit konnten wir ihn weitere 4 Wochen super in Schwung halten. Anfang Oktober konnte man dann merken, dass seine Kräfte immer mehr nachlassen. Er konnte immer schlechter aufstehen, hat es nicht mehr ins Auto geschafft, auch über die Rampe nicht, und der Ausdruck in seinem Gesicht hat sich auch sehr verändert. Bei ihm habe ich gesehen, was ich damals auch bei Kenya gesehen habe... eine unendliche Müdigkeit. Es muss unglaublich viel Kraft kosten gegen den Krebs so lange anzukämpfen. Kenya hat das damals ausgesessen und Hardy auch, aber irgendwann ist einfach der Akku leer, und sie sind müde und wollen das so auch nicht mehr. Ja, ich habe das gesehen, aber ich wollte das natürlich nicht wahr haben. Als meine Freundin dann Mitte Oktober hier war, da hat sie gesagt, dass sie nicht glauben kann, dass Hardy den Einzug von Daris noch erleben wird wenn sie ihn so beobachtet und da war mir sofort klar, dass ich genauer hingucken muss und mir war auch klar, dass sie vermutlich Recht hat.
Was dann folgte waren zwei schwere Wochen wo ich von Tag zu Tag den Verfall sehen und auch fühlen konnte. Es hat mir fast das Herz zerrissen, aber ich konnte nichts mehr machen außer den Buben schmerzfrei halten und warten bis der Tag gekommen ist. Am 22. Oktober bin ich dann auf ein mehrtägiges Seminar gefahren und hatte schon große Bedenken den Buben "alleine" zu lassen (mein Mann war natürlich immer bei ihm!). Als ich dann am 25. spät abends nach Hause gekommen bin war ich total erstaunt wie freudig er zu mir gelaufen ist. Ich hatte natürlich gehofft, dass es so ist, aber damit zu rechnen war nicht mehr. Da es aber nun so war, hab ich gedacht er hat sich noch mal ein wenig berappelt, aber leider war dem nicht so. Als wir am nächsten Morgen aufgestanden sind war mir sofort klar, dass es unser letzter gemeinsamer Tag werden wird :-( .
Man kann noch so lange wissen, dass die Wauzis schwer krank sind, man kann sich trotzdem niemals auf diesen einen Tag vorbereiten. Es trifft einen immer wieder wie ein Schlag ins Gesicht, man ist ohnmächtig, das Herz ist schwer, und man kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Wir haben noch ein paar Stunden abgewartet ob er sich noch wieder erholt und auf die Pfoten kommt, aber leider war dem nicht so. Unser Tierarzt, der uns immer in solch schweren Stunden zur Seite steht ist abends nach Praxisschluss gekommen, und wir haben gemeinsam unseren lieben Wauz auf seiner letzten Reise begleitet. Wie Falko damals war auch er ganz entspannt. Er hat sich über Stephan und Susi gefreut wie immer und hat sich ganz ruhig auf die Reise gemacht.
Mit Hardy haben wir nun in 4 Monaten 3 wundervolle Wauzis, treue Seelen und liebevolle Begleiter verloren. Wie wir das abarbeiten sollen, das wissen wir noch nicht. Es ist einfach viel zu viel an Schmerz vor allem für meine Seele, als das wir/ich diesen schon zulassen könnte/n. Es wird sehr viel Zeit brauchen bis das aufgearbeitet ist, aber eins ist auch klar... Ein Leben ohne Hunde, das ist für mich völlig unvorstellbar, somit weiß ich jetzt schon, ich werde es wieder und wieder aushalten müssen geliebte Seelen gehen zu lassen, ob ich möchte oder nicht.
Mein liebes Hatti-Bärchen, in Gedanken bist du immer noch hier bei uns. Du warst so präsent und so außergewöhnlich... Ich danke dir sehr für die vielen tollen Jahre, die du an meiner Seite warst, immer brav und immer treu! Ich glaube nicht, dass mir noch einmal ein Berner mit so einem eleganten Trab begegnen wird, wie du ihn hattest. Es war immer ganz wundervoll dich zu beobachten, du hattest so viel Güte und Liebe in dir, du warst so lustig und immer gut gelaunt. Nun wird meine Liebe dich für immer begleiten, egal wo du auch bist! Ganz wird uns nichts, auch der Tot, nicht trennen können!! Mach et joot Großer, irgendwann sehen wir uns wieder!