Pflegefamilien sind das Herz der meisten Tierschutzvereine
Durch diese Familien, die auf Zeit einen Hund bei sich aufnehmen, der sein Zuhause verloren hat, von einem Vermehrer oder aus einer Tötungsstation im Ausland rausgerettet wurde etc. wird der zukünftige Weg für dieses Tier geebnet. Sie bieten Schutz, tierärztliche Versorgung, Liebe und Zuwengung, einen gesicherten Raum für all die gestrandeten um in Ruhe anzukommen. Gleichzeitig arbeiten sie mit den Hunden, bereiten sie liebevoll auf ihr zukünftiges Leben vor, schreiben Tagebücher, damit Außenstehende einen Einblick bekommen wie dieser Hund tickt und was er sich für sein zukünftiges Leben für ein Umfeld wünscht und und und… Es ist eine Lebens- und Herzensaufgabe die Hunde in ihre Zukunft zu begleiten. Nichts hat mich emotional mehr berührt als dies.
Vermehrerhunde, egal ob Rüden oder Hündinnen, bis ins Mark ausgebeutet, völlig verängstigt, krank, sie kennen absolut nichts und haben mit Menschen bisher wenige oder schlechte Erfahrungen gemacht und trotzdem können sie sich irgendwann öffnen und annehmen was wir ihnen anbieten. Ähnlich ist es vermutlich bei Hunden, die aus einer Tötung kommen aus einem Animal Hording/Messi Haushalt. Diese Entwicklung zu begleiten von einem Hund, der nur in der Ecke liegt und körperlich und seelisch völlig fertig ist bis zu einem Hund der fröhlich vorweg springt und sich des Lebens und der Welt erfreut… DAS entschädigt für all die Sorgen und Einschränkungen die diese Hunde mit sich bringen.
Wir selber hatten uns nach langer reiflicher Überlegung am 18.01.2009 als Pflegefamilie beworben. So eine Bewerbung muss von der gesamten Familie getragen werden, und ich bin glücklich, dass mein Mann diesen Weg mit mir zusammen gehen wollte und viele Jahre gegangen ist. Es hat uns unseren wunderbaren Rüden Hardy ins Haus gebracht und ein unvergessliches Jahr mit der bezaubernden Asja, aber auch viele weitere ebenfalls tolle Pflegehunde. Alle haben unser Leben bereichert, auch wenn die Zeit mit ihnen manchmal doch wirklich, meist emotional, anstrengend war, denn auch ein Hund, der aus einem tollen sozialen Umfeld raus muss bringt seine Baustellen mit sich. Sie verstehen natürlich gar nicht warum nun auf einmal alles anders ist und wo ihre Leute denn abgeblieben sind. Traurig!! Aber es ist auch jedes Mal wie ein kleines Wunder wenn sie sich dann öffnen und bereit sind für einen Neuanfang. Hunde sind einfach wunderbar!!
Einige unserer Pflegis werde in der Rubrik "Unsere Pflegis" vorstellen. Diesen Part an der Tierschutzarbeit vermisse ich tatsächlich am meisten. Wie unsere jetzigen Hunde wohl damit umgehen würden? Die Vorgängergenerationen fanden es toll wenn wir immer mal wieder einen Gast bei uns hatten. Auch wenn es für sie sicherlich auch anstrengend war diesen immer wieder in die Gruppe zu integrieren. Sie haben mich unglaublich toll dabei unterstützt die Wauzis auf den Weg zu bringen.